| LOCATION | Bamberg, StaatsB |
| MANUSCRIPT | Bamberg, StaatsB, Jur. 20 |
| ITEM No. 7 | Glossae ad Codicem Justinianum |
Glossae ad Codicem Justinianum
Glossae ad Codicem Justinianum . An den Rändern der Blätter aus dem saec. XII ex. vel XIII in. (fol. 121, 128-129 und 243) und auch sonst verstreut auf anderen Blättern finden sich dunkelbraune Glossen in sauberer Buchschrift. Aus der Farbe der verwendeten Tinte kann man schließen, dass diese Glossen vermutlich vom Textschreiber der Blätter 121, 128-129 und 243 stammen. Es finden sich eine Allegationenkette und einzelne Notabilien mit Tinteninitiale, dazu einige Authentiken, ebenfalls mit Initialen nur in Tinte. Die Hand setzt auf fol. 36 ein mit einer auf Ritzlinien geschriebenen Allegationenkette und mit farbgleichen Marginal- und Interlinearglossen.
Charakteristisch sind bei dieser Schicht außer dem Paragraphenzeichen [abgebildet in Dolezalek, 'Repertorium ... Codicis'] der Kürzel 'infra' mit nach rechts steigendem Deckstrich [abgebildet in Dolezalek, 'Repertorium ... Codicis'] - es kommen aber auch die normalen Formen [abgebildet in Dolezalek, 'Repertorium ... Codicis'] und [abgebildet in Dolezalek, 'Repertorium ... Codicis'] vor - sowie vor allem das nach oben offene Majuskel-D bei Digestenzitaten. Es begegnen alle Übergangsformen von einem klaren offenen D bis zu einem Zeichen, das als 'ff' gelesen werden könnte:[abgebildet in Dolezalek, 'Repertorium ... Codicis'].
Aus dieser Handschrift lässt sich beweisen (falls irgend jemand daran zweifeln sollte), dass auch der Kürzel 'ff.' als ein 'D.' gelesen werden muss; denn eben dieser Kürzel 'ff' wird sogar im Text der Glossen an Stellen verwendet, wo dem Sinne nach die Silbe 'De' gelesen werden muss (z. B. fol. 25ra medies).
No. of pages: Fünfte Glossenschicht