Manuscripta juridica

[Principal Investigator: G. R. Dolezalek]







Codex Justinianus


Author(s):

  • Justinianus imperator

Codex Justinianus . Incipit und Explicit normal.

Vier Teile sind zu unterscheiden:

Die ersten beiden Bifolia (fol. 1-4), enthaltend die Einleitungskonstitutionen, sind im saec. XIII.1 nachträglich vor die Handschrift gebunden worden.

Es folgen dann bis fol. 60v sieben Quaterniones aus dem saec. XII.2, in wechselnden Tintenfarben, von goldgelb bis zu schwarzbraun. Zahlreiche Textpassagen sind über Rasur nachträglich neu geschrieben worden, so zum Beispiel C.3.28.16 et 18-20, wo ursprünglich Lex 19 oder Lex 20 gefehlt zu haben scheint. Der alte Teil der Handschrift endet in C.3.28.33.1. Anhand der Schriftgröße dieses Teiles lässt sich abschätzen, dass etwa noch 10 Blätter gefehlt hätten bis zum Ende des dritten Buches.

Diese alten Faszikel wurden vereinigt mit etwas jüngeren Faszikeln, einsetzend ab dem heutigen Blatt 85, ebenfalls sauber geschrieben, jedoch mit verkürzten Inscriptiones. Zwei Quaterniones in dunkler Schrift des saec. XII.2 (fol. 61-84) füllen die Lücke zwischen den beiden Teilen der Handschrift.

Rätselhaft ist ein Vermerk fol. 84vb infra: 'Opus domini Io. comisi(?) pro ap. Inst. domini ac.' Vielleicht besagt dies, dass der Schreiber seine angefangene Arbeit abbrach, um statt dessen den Glossenapparat des Accursius zu den Institutiones zu kopieren.

Der alte Teil der Handschrift (fol. 5-60) ist sehr sauber und mit vollständigen Inscriptiones wohl um die Mitte des saec. XII geschrieben worden. Er hat Reklamanten unter der inneren Glossenspalte der letzten Seite jedes Faszikels, von Texthand. Zusätzlich sind die Faszikel römisch durchnummeriert, unter der Mitte der letzten Seite. Ab Buch 2 sind über große Strecken die Inscriptiones oder Teile von ihnen ausradiert, und bei einigen Stellen ist statt dessen neu in dunklerer Tinte eine verkürzte Inscriptio eingetragen worden. Offensichtlich störte sich jemand an den ausführlichen Inscriptiones und wollte sie 'modernisieren', beispielsweise um die Handschrift als Textvorlage für Kopisten zu verwenden.


Author(s):

  • Justinianus imperator

No. of pages: Fol. 3ra-179vb