Manuscripta juridica

[Principal Investigator: G. R. Dolezalek]







Codex Justinianus


Author(s):

  • Justinianus imperator

Explicit:

  • habeant\ testem\ paterne\

Codex Justinianus . Incipit normal. Die Handschrift war im saec. XIII medies in Händen eines Studenten, der in Italien bei Martinus de Fano Vorlesungen hörte, vermutlich 1255 in Arezzo, oder noch später (fol. 57rb). Dazu unten Genaueres. Also ist die Handschrift zwischen Italien und Spanien hin- und hergewandert! Am 3. Juni 1239 befand sich die Handschrift im Gebiet von Toulouse-Perpignan-Barcelona (fol. 224va); denn sie enthält eine Notiz über eine Sonnenfinsternis, die nur in jener Region einen Kernschatten hatte


Author(s):

  • Justinianus imperator

No. of pages: Fol. 5ra-224vb

Explicit:

  • ut libertatem non dampnationis sollempnitatis(!) paterne testem habeant.

    Mit den Einleitungskonstitutionen. Bei der Constitutio 'Summa rei publicae' fehlte die Inscriptio und ist auf fol. 5rb nachgetragen. Auf fol. 5vb bricht der Text mit Zeile 12 unvermittelt ab in § 3 'mentio facta est' und springt in die Constitutio 'Cordi' ans Ende von deren § 2 'competentibus supponere titulis'. Das fehlende Zwischenstück ist rechts und unten auf fol. 5v sowie unten auf fol. 6r nachgetragen.

    Die Inscriptiones nennen nur den Kaisernamen. Anfangs stehen sie über längere Strecken jeweils rechts in der Zeile über dem Textanfang, weiter hinten jedoch beginnen sie regelmäßig am Zeilenanfang. Es kommen auch Verkürzungen zu bloßem 'Idem' und 'Imperator' vor (fol. 42).

    Der Schriftcharakter wechselt, jedoch nicht abrupt, sondern allmählich, so dass man annehmen darf, dass hier derselbe Schreiber von einer Schriftart in eine andere geglitten ist, weil es ihm zu mühsam war, die ursprünglich gewählte Schriftart durchzuhalten.

    Die Handschrift ist nicht zweigeteilt hinter Buch 4 oder 5. Sie ist, soweit ich das feststellen konnte, in Quaterniones geheftet. Reklamanten sind erhalten bei fol. 20v, 28v, 36v, 52v, 188v, und zwar von Texthand, ganz unten auf dem Blattrand, eingerahmt, unter der Mitte der Kolumne vb des letzten Blattes der Faszikel.

    In einigen Teilen der Handschrift gibt es keine farbigen Initialen (fol. 27). Der Text ist dort einheitlich in gewöhnlicher Tinte geschrieben. An anderen Stellen der Handschrift ist der Text mit Initialen im Farbwechsel geschmückt, an wiederum anderen Stellen durch nur rote Initialen.

    Für die Buchanfänge sind jeweils nur 1-4 Zeilen ausgespart, gefüllt durch MPERATOR im Farbwechsel. Links daneben ist freier Raum für eine Initiale I gelassen, die nicht ausgeführt wurde. Rechts steht eine Schnörkelleiste.

    Die Authentiken sind von verschiedenen Händen eingetragen worden. Hinter C.4.13.5 ist die Authentica 'Habita super hoc' zwischen die übrigen Leges eingereiht, jedoch fehlt das Datum am Schluss. Die anderen Authentiken sind auf dem Rand eingetragen worden, und zwar die meisten in textähnlicher Schrift, noch bevor der Glossenapparat geschrieben wurde: Das ist bei fol. 223v sichtbar. Beispiele: fol. 8r, 55ra, 66rb, 75ra, 119v. Farbige Initialen waren auch für die Authentiken vorgesehen, sind aber meist nicht ausgeführt. Eine Reihe weiterer Authentiken sind von Zusatzhänden eingetragen, z. B. fol. 7r 'Ad decus', fol. 7v 'Cassa', fol. 46v 'Sacramenta puberum', fol. 126rb, 156rb.